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Ägypten
ist die Geburtsstätte einer der ältesten Zivilisationen der Welt.
Ein Reiseland, das jeder im Leben einmal gesehen haben muss.
Bis heute pflegt das moderne Ägypten die Erinnerungen an den Ruhm der Pharaonen, die grandiose Monumente im gesamten Land hinterließen. Aber auch die Herrscher nach ihnen, die Griechen, Römer, Araber und Türken hinterließen in Ägypten ihre bis heute sichtbaren Spuren. Diese weltweit einzigartigen und zum Teil prächtig erhaltenen antiken Monumente gehören zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Land.
Nicht nur die Archäologen, sondern auch viele Reisende sind immer wieder begeistert von den herrlichen Schätzen des alten Ägyptens.
Die Städte (eine Auswahl)
Kairo „die Starke“ oder „die Eroberin“ ist die Hauptstadt Ägyptens und die größte Stadt der arabischen Welt. Kairo ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Ägyptens und der arabischen Welt. Die Stadt ist Sitz der ägyptischen Regierung, des Parlaments, aller staatlichen und religiösen Zentralbehörden sowie zahlreicher diplomatischer Vertretungen. Kairo ist der bedeutendste Verkehrsknotenpunkt Ägyptens und besitzt zahlreiche Universitäten, Hochschulen, Theater, Museen sowie Baudenkmäler. Die Altstadt von Kairo ist ein Ensemble islamischer Baukunst und wird seit 1979 von der UNEACU als Weltkulturerbe anerkannt.
Alexandria oder Alexandrien, nach Alexander dem Großen benannt ist eine Hafenstadt an der Mittelmeerküste Ägyptens und Hauptstadt des gleichnamigen Gouvernments.
Alexandria liegt knapp über dem Meeresspiegel auf einer schmalen Halbinsel am westlichen Nilarm des Nildeltas an der Mittelmeerküste. Die Entfernung nach Kairo beträgt 225 km, die Stadt Rosette (Raschīd) liegt 65 km östlich. Südlich der Innenstadt erstreckt sich der Mareotis-See, im Norden ist die ehemalige Pharos-Insel heute eine Halbinsel und ein Teil des Festlandes.
An der Küste um Alexandria befindet sich ein schmaler steppenähnlicher Landstreifen zwischen mediterranem Klima und Wüstenklima.
Sues /Suez, an der Nordspitze des Roten Meers gelegen, welches hier in den Golf von Sues ausläuft, an der Mündung des Sueskanals.
Sues liegt 135 km von der ägyptischen Hauptstadt Kairo in östlicher Richtung entfernt. Wahrscheinlich steht Sues auf der Stätte des alten Klysma, von den Arabern Qulzum genannt. Es war vor der Entdeckung des Seewegs nach Indien um das Kap der Guten Hoffnung als großer Umschlagsplatz europäischer und indischer Waren bekannt, verfiel aber danach und zählte bei Beginn der Kanalbauten nur noch 1.500 Einwohner. Nach Fertigstellung des Sueskanals blühte die Stadt wieder auf. Ihre Bedeutung als Durchgangshafen für den Ostasienhandel und dem Passagierverkehr (im Besonderen nach Mekka) verhalf der Wirtschaft zu einem enormen Aufschwung. Während des Sechstagekrieges mit Israel im Jahre 1967 wurde die Stadt zeitweise ganz evakuiert und stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Schäden sind auch heute noch teilweise zu sehen.
Die Haupteinnahmequellen sind heute die Erdölraffinerien, petrochemische und eisenverarbeitende Industrie. Auch einige Kunstdüngerfabriken haben sich hier angesiedelt. Sues ist Sitz eines Teils der Sueskanal-Universität.
Die Stadt besteht aus dem arabischen Viertel und dem regelmäßig angelegten europäischen Viertel mit einer vizeköniglichen Villa. Südöstlich der Altstadt sind neue, moderne Viertel entstanden, die auf ehemaligem Meeresboden gebaut sind.
Im Nordosten liegt die Mündung des hier 2 m ü. M. liegenden Süßwasserkanals (Ismailia Kanal) mit einem großem Schleusenwerk. Zu den Hafenanlagen, die weit ins Meer hinaus gebaut sind, führt ein 3 km langer Damm; auf diesem läuft die Eisenbahn zum Hafenbassin, Port Ibrahim genannt, mit Leuchtturm und der Statue des Leutnants Waghorn.
Ein 15 m breiter Fahrdamm führt zur neu aufgeschütteten Hafenhalbinsel Port Taufiq.
Luxor ist eine ägyptische Stadt am östlichen Ufer des Nils etwa im Zentrum Oberägyptens. die größte oberägyptische Stadt, ist sie nicht Verwaltungssitz eines Gouvernements. Dennoch kann Luxor dank der Vielzahl kultureller Stätten und der Anbindung durch den internationalen Flughafen als Mittelpunkt der Region angesehen werden.
Der heutige Name der Stadt Luxor in der Bedeutung „die Stadt der Paläste“ geht möglicherweise auf das arabische zurück, eine ins Deutsche übernommene Arabisierung des lateinischen castrum für einen befestigten Ort. Im Alten Ägypten fungierte Luxor als Tempelbezirk, der den Namen „Ipet reset“ trug – in Kurzform auch „Ipat/Ipet“ – und Teil der altägyptischen Königsmetropole Theben war.
Luxor liegt an der Südostseite einer etwa 120 Kilometer langen Flussschleife des Nils Richtung Osten, die bei Ad Dīmuqrāt 25 Kilometer südwestlich von Luxor beginnt und bis Hammādī 55 Kilometer nordwestlich der Stadt reicht. Die ebenfalls an dieser Flussschleife gelegene Hauptstadt des Gouvernements, das etwa 222.000 Einwohner zählende Qinā, befindet sich 50 Kilometer nördlich von Luxor. Das Gouvernement Qinā erstreckt sich beiderseits der Ufer des Nils im Süden bis 20 Kilometer hinter Esna und nordwestlich bis 5 Kilometer vor die Ruinen der altägyptischen Stadt Abydos.
Bei Luxor sorgt das Wasser des Flusses für einen jeweils etwa fünf Kilometer breiten Grünlandstreifen an beiden Ufern, woran sich im Osten die Arabische Wüste und im Nordwesten die Libysche Wüste anschließt. Nördlich der Stadt reicht die Libysche Wüste fast an das Nilufer heran. Die Arabische Wüste trennt Luxor vom 165 Kilometer entfernten Roten Meer im Nordosten.
In und um Luxor befinden sich einige der wichtigsten archäologischen Stätten Ägyptens, aufgrund derer der Tourismus einen der wichtigsten Wirtschaftszweige der Stadt bildet. Bekannt sind vor allem der Luxor- und der Karnak-Tempel inmitten und nördlich des Stadtgebiets sowie das Tal der Könige und die altägyptischen Tempelruinen in Theben-West, dem westlichen Nilufer. Auf dem Nil als wichtiger Verkehrsader verkehren von Luxor als Ausgangs- oder Endpunkt viele Kreuzfahrtschiffe nach Assuan im Süden wie auch nördlich bis zum antiken Abydos. Die Schiffsanlegestellen liegen innerhalb der Stadt entlang des gesamten östlichen Nilufers.
Gizeh ist nach Kairo und Alexandria die drittgrößte Stadt in Ägypten und Hauptstadt des Gouvernement al-Dschìza (el_Gìza). Sie gehört zur Metropolregion Kairo.
Gizeh liegt am Westufer des Nils, etwa 20 km südwestlich der Innenstadt Kairos.
Das Siedlungsgebiet beider Städte geht unmittelbar ineinander über. Bekannt ist die Stadt vor allem für das Gizeh-Plateau mit seinen berühmten Bauwerken, wie die alten ägyptischen Königsgräber und Sakralbauten, einschließlich der Sphinx, die Große Pyramide von Gizeh und eine Reihe von anderen großen Pyramiden und Tempeln.
Assuan, ist eine ägyptische Stadt (106 Meter über NHN) am östlichen Ufer des Nils unterhalb des ersten Katarakts. Sie ist die Hauptstadt des nach ihr benannten Gouvernements Assuan und mit über 281.000 Einwohnern nach Luxor, Asyut und Fayyum die viertgrößte Stadt Oberägyptens. Assuan ist die südlichste Stadt Ägyptens, das Verwaltungsgebiet des Gouvernements reicht bis hinter Abu Simbel an die Grenze des Sudan.
Der Name der Stadt geht auf das altägyptische Swnw (Sunu; Swenu) zurück, was „Handel“ bedeutet. In der ptolemäischen Epoche wurde daraus der altgriechische Name Συήνη (Syène), unter der römischen Herrschaft das lateinische Syene oder Siene. Über das abgeleitete koptische Swān hat sich der Stadtname in Form des arabischen Aswān bis heute erhalten.
Assuan liegt an der Südostseite einer Flussbiegung des Nils, etwa 13 Kilometer nördlich des 5250 km² großen Nassersees. Der See entstand infolge des Anstauens des Nilwassers durch den nach der Stadt benannten Assuan-Hochdamm. Zwischen dem Hochdamm und dem Stadtgebiet befindet sich sechs Kilometer südwestlich von Assuan die alte Staumauer des Assuan-Staudamms. Von dieser bis Assuan umfließt der Nil einige Inseln, deren nördlichste, Elephantine und die Kitchener-Insel, heute zur Stadt gehören. Das Stadtgebiet östlich des Nils erstreckt sich bei einer Ost-West-Ausdehnung von 2,5 Kilometer auf einer Länge von 5 Kilometer entlang des Flusses von Nord nach Süd. Im Osten schließt sich die Arabische Wüste, westlich des Nils die Libysche Wüste an. Landwirtschaftlich nutzbare Flächen befinden sich nahe Assuan ausschließlich nördlich der Stadt auf schmalen Streifen beiderseits des Flusses.
Die Stadt Assuan verdankt ihre Bedeutung der Lage unterhalb des ersten Katarakts des Nils. Von hier aus war der Fluss in Richtung Unterägypten schiffbar. Die Katarakte, durch Blöcke und Felsriegel gegliederte Stromschnellen, behinderten die Weiterfahrt nach Süden, so dass Assuan als Anlaufpunkt der Handelskarawanen aus Nubien zu einem wichtigen Umschlag- und Handelsplatz wurde. Durch den Bau der Staudämme sind die Stromschnellen heute nicht mehr in ihrem ursprünglichen Erscheinungsbild vorhanden. Mittlerweile wandelte sich Assuan zu einer Stadt der Verwaltung und des Tourismus, auch wenn der Handel noch eine Rolle spielt und der Granit- und Erzabbau, die Chemische Industrie mit überwiegender Verarbeitung von Stickstoffsalzen (Düngemittel) und der Hochdamm Arbeitsplätze bieten. Das Verwaltungsgebiet des Gouvernements Assuan reicht entlang des Nils 120 Kilometer nach Norden bis hinter Edfu und etwa 270 Kilometer nach Südwesten beiderseits des Nassersees bis zur sudanesischen Grenze.
Der Flughafen der Stadt, Assuan International, liegt sechs Kilometer westlich des Assuan-Hochdamms in der Libyschen Wüste. Eine wichtige Verkehrsader für Assuan bleibt jedoch der Nil, auf dem die für den Tourismus wichtigen Flussreiseschiffe von Luxor verkehren und der Frachtverkehr nach Unterägypten abgewickelt wird. Die Anlegestellen der auf dem Nil verkehrenden Kreuzfahrtschiffe liegen innerhalb der Stadt entlang des gesamten östlich Nilufers.
Am östlichen Nilufer, gegenüber der Insel Elephantine, verläuft die Corniche el-Nil, eine Uferpromenade mit Touristenrestaurants und den Anlegestellen für die Kreuzfahrt- und Ausflugsschiffe. Das Geschäftszentrum und die touristische Fußgängerzone von Assuan befinden sich in den Parallelstraßen östlich davon. Die Stadt erweitert sich nach Süden durch neue Wohnblocks, die sich in den Wüstenhügeln im Südosten zu Trabantensiedlungen ausweiten.
Regen ist in Assuan sehr selten und kann über Jahrzehnte ausbleiben. Die durchschnittliche Jahresniederschlagsmenge beträgt nur etwa ein Millimeter und fällt hauptsächlich, wie schon im Alten Ägypten im Mai.
Kurze Zeit später beginnt in Äthiopien die Regenzeit, die den Nil ab Anfang Juni anschwellen lässt; im August erreicht der Nil seinen Höchststand und der Assuan-Stausee wird wieder aufgefüllt. Mit den nachlassenden Niederschlägen, Mitte September in Äthiopien, erreicht der Nil ab Ende Oktober wieder sein normales Niveau. Der Wasserstand des Nil wurde in der Antike mit Nilometern gemessen, wie einer in der Nähe des Chnum-Tempels auf Elephantine zu sehen ist. Seit dem Staudammbau bleiben flussabwärts sowohl die Nilfluten, als auch der früher mittransportierte und für die Landwirtschaft notwendige fruchtbare Nilschlamm aus.
Die durchschnittlichen Höchsttemperaturen um 34 Grad Celsius werden im Juli erzielt, doch können auch vereinzelt Temperaturen bis 45 Grad Celsius erreicht werden. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei ca. 26 Grad Celsius. Das Klima ist jedoch durch die trockene Hitze angenehm erträglich.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Der von Isis geweihter Tempel aus der Zeit Ptolemaios III.
- Die Insel Elephantine mit dem Tempel des widderköpfigen Gottes Chnum.
- Das Simeonskloster aus dem 6. Bis 7. Jahrhundert
- Kitchener-Insel mit Botanischem Garten der Stadt Assuan.
- Insel Philae mit Isis-Tempel
- Museen wie:
- Assuan-Museum, Nubisches Museum (Mathaf el Nuba), Freilichtmuseum am unvollendeten Obelisken.
Bauwerke wie: Erzengel-Michael-Kathedrale, Fatimidischer Friedhof, Kloster des Heiligen Simeon (Deir Anba Simaan), Mausoleum des Aga Khan, Nekropole der Herrscher von Elephantine. Sehenswert ist auch: -der unvollendete Obelisk, Nasser-See, Assuan-Staudamm, Assuan-Hochdamm. Ein Besuch wert ist: der Hauptmarkt von Assuan, der Souk. Hier kann man sich leicht verlaufen und Handeln ist angesagt.
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